Die deutsche Galileo Test- und Entwicklungsumgebung

Mit Beginn der Exploitation-Phase (ab 2017) stehen genügend echte Galileo Satelliten zur Verfügung, um entsprechende Tests zu ermöglichen die bisher nur mit GATE möglich waren. Aus diesem Grund wurde GATE auf drei Sendestandorte reduziert, die Störeinflüsse wie  Ferad Events, Jamming, Evil Waveforms, Spoofing und Record-Replay simulieren können. Durch die Kombination mit den vorhandenen Galileo-Satelliten (> 14 Satelliten) sind diese möglichen „Störungstests“ auch in der Exploitation Phase von Galileo für Entwickler – und Nutzertests wichtig, um die Befähigung der Projekt- und Produktentwicklungen realistisch gegen Fehler im Satellitennavigationssystem durch externe Störeinflüsse testen zu können.

GATE schließt damit weiterhin die Lücke zwischen laborgebundenen GNSS HF-Signalgeneratoren und dem realen Galileo Navigationssystem.

GATE Betrieb

Bereits seit Sommer 2008 ist es der Industrie und den Forschungseinrichtungen möglich, GATE für Experimente zu buchen. Drei GATE Sendestationen bieten die Möglichkeit erweiterte Robustheitstests durchzuführen. GATE wird in der Verantwortung von der IFEN GmbH betrieben. Für Details zur Nutzung von GATE wenden Sie sich bitte an die IFEN GmbH.

GATE Testeinrichtung

GATE Testgebiet

GATE besteht aus drei Sendestationen, welche zusätzlich zu den aus dem Orbit kommenden realen Galileo-Signalen Störsignale in das GATE-Testgebiet im Raum Berchtesgaden abstrahlen. Zusätzlich empfangen und verarbeiten zwei Monitorstationen alle Signale. Das "Herzstück" von GATE bildet  dabei eine zentrale Prozessierungseinheit, die zur Steuerung und Überwachung der abgestrahlten Störsignale dient. 

Dank der realistisch simulierten Galileo „Störer“-Konstellation im "Virtuellen Satelliten-Modus (VSM)" können GNSS-Empfänger und Navigations-anwendungen unter echten Fehlern im Satellitennavigationssystem und unter externen Störeinflüsse  effektiv und realistisch auf Robustness getestet werden.