Die deutsche GALILEO Test- und Entwicklungsumgebung
Vor dem Hintergrund des Aufbaus des europäischen
Satellitennavigationssystems Galileo, wird die Entwicklung von Anwendungen basierend
auf Galileo immer wichtiger. Galileo ist als europäisches Gegenstück zum amerikanischen
Satellitennavigationssystem GPS zu sehen. Mit GATE existiert nun eine bodengebundene
realistische Testumgebung, die im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)
aufgebaut wurde. Sie dient dazu, speziell die Empfänger- und Anwendungsentwickler bei der
Entwicklung ihrer Produkte für Galileo zu unterstützen.
GATE in Betrieb
Der Aufbau und Testbetrieb von GATE ist erfolgreich abgeschlossen.
Seit dem Sommer 2008 ist es der Industrie und Forschungsein-richtungen möglich, GATE für
Experimente zu buchen.
Der reguläre GATE-Betrieb ist mindestens bis zur vollen Verfügbarkeit von Galileo
(voraussichtlich 2013) vorgesehen.
Für Details zur Nutzung von GATE wenden Sie sich bitte an die IFEN GmbH.
Im Anschluss an den Aufbau von GATE (Phase C/D) erfolgt
nun im Rahmen von "GATE-SKZ" eine Erweiterung und Anpassung
der Testeinrichtung im Hinblick auf Signalkompa-tibilität mit dem Galileo SIS ICD V12 sowie zur
Zertifizierung der Betriebsprozesse.
Die Aktivitäten werden im Auftrag der Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft-
und Raumfahrt e.V. mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unter dem
Kennzeichen 50NA0802 durchgeführt.
Das Konsortium setzt sich aus folgenden Firmen zusammen:
IFEN GmbH (Hauptauftragnehmer), EADS Astrium GmbH, VCS AG und NavCert GmbH.
GATE besteht im wesentlichen aus sechs Boden-Transmittern,
welche die GALILEO-Signale in das GATE-Testgebiet im Raum Berchtesgaden
abstrahlen, wo sie von geeigneten Empfangsgeräten
empfangen und verarbeitet werden können. Das "Herzstück" von GATE
bildet eine zentrale Prozessierungs-einheit, die zur Steuerung und Überwachung
der abgestrahlten Signale dient.